Topartikel Lokalpolitik Stellungnahme – Viechtacher Campus

Stellungnahme zu dem Artikel der PNP „Wie der Viechtacher Campus aussehen könnte“ vom 15.Juni.2017 Nummer 136 Seite 29 und dem Artikel des Viechtacher Anzeiger „Konkrete Campuspläne“ vom Mittwoch den 14.Juni 2017

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Mit Verwunderung registrieren wir die große Aufregung mancher, um den Monatsbericht der SPD vom Juni dieses Jahres.Die darin getroffenen Feststellungen stimmen und sind Fakt.

 

Die Bürgermeister haben einfach drei Jahre lang die Geschäftsordnung missachtet und die Vorverkaufsanfragen nicht dem Bauausschuss zur Beratung vorgelegt. Dies hatte nun fatale Folgen für das Semmler Haus und wenn es so weiter geht auch für andere Häuser.

 

Da hilft es auch nicht, wenn der erste Bürgermeister die SPD als Lügner bezeichnet, um so von seinen eigenen Fehlern abzulenken, was er bereits bei Donau TV eingestanden hat.

 

Die Freude über einen Campus der Hochschule in Viechtach ist nach wie vor bei der SPD beheimatet. Dafür habe ich, nicht nur, als ehemaliger Bürgermeister der Stadt Viechtach vor gut 9 Jahren gekämpft, als zum ersten Mal dieses Thema aktuell war. Leider ohne den Herrn Sperber, der damals die Bewerbung der Stadt Viechtach vor dem zuständigen Minister Goppel, auf den letzten Platz verwies, was nicht nur uns enttäuschte.

 

Zu groß war damals für ihn wohl das Versprechen der Firma Rhode&Schwarz, ihm bei der Zusage für Teisnach, drei Professoren zu finanzieren, was bis heute nicht erfolgt ist.

 

Wenn sich Herr Professor Sperber nicht mehr an meinen Vorschlag erinnern will, doch das Thema „big data“ in Viechtach als Campus zu installieren, dann kann ich das aus seiner Sicht sehr wohl verstehen. Er sollte sich jedoch bei seinen Kollegen informieren, wie viele Sensoren in einem Roboter jetzt schon verbaut sind und wie viele es dann wohl bei Industrie 4.0 sein werden.

 

Uns von der SPD-Viechtach geht es aber vielmehr darum, dass diese ganze derzeitige Stadtplatz/Campus Euphorie sich nicht als eine Seifenblase entpuppt und der Stadt Viechtach schadet.

 

Ein Investor soll gefunden werden, dieser soll Mieter finden, eine schöne Planung vorlegen und dann noch vor dem 24.Oktober 1,3Mio.€ bezahlen, sonst bezahlt die Stadt Viechtach 50.000,-€ an die Firma Karl.

 

Zugleich soll gebaut werden, damit in 18 Monaten in Viechtach der Forschungsbetrieb beginnen kann. Die Stadt benötigt an diesen Platz, inmitten des Stadtplatzes einen Frequenzbringer der die Innenstadt belebt und Kunden bringt.

 

Zu viele Interessen prallen bei diesem Thema aufeinander und meine Erfahrung mit der Vermarktung des Lederfabrik-Geländes hat mir gezeigt, dass sich diese Anforderungen innerhalb den hier vorgesehenen Zeiten, auf diesen Standort, nicht erfolgreich umsetzen lassen.

 

Deshalb habe ich am Donnerstag den 8 Juni den Bürgermeistern und den Fraktionssprechern eine andere Verfahrensweise vorgeschlagen, damit die Problematik entzerrt wird, die Termine eingehalten werden können und in Viechtach dies alles möglichst realisiert werden kann.

 

Georg Bruckner

SPD Fraktionssprecher

 

Viechtach den 15.Juni 2017

Veröffentlicht am 16.06.2017

 

Ortsverein Vermarktung Stenzer Gelände – Außenstelle Fachhochschule

Mit Skepsis und Sorge betrachten die SPD-Mitglieder die weitere Entwicklung um die Neugestaltung des ehemaligen Stenzer-Geländes. Den Abriss ohne vertragliche Bindung für einen zeitigen Wiederaufbau zu genehmigen, dürfte wohl keine geschickte Vorgehensweise gewesen sein.

 

Riskantes Spiel

Dass nun aber die Stadt Viechtach 50.000,-€ an die Firma Karl zahlen will, sollte sich bis 24.Oktober kein Käufer für das Areal finden, ist wohl mehr als ein riskantes Spiel mit den Geldern der Viechtach Steuerzahler, so Stadtrat Walter Weihmann. Innerhalb dieses kurzen Zeitrahmens dürfte eine vernünftige Planung und gewinnbringende Vermarktung des Projektes wohl schwer möglich sein, so der ehemalige Bürgermeister GeorgBruckner. Ob es auch gewinnbringend für die Stadt Viechtach ist, eine größere Anzahl von Stellplätzen in der geplanten Tiefgarage, für 25 Jahre anzupachten, wird wohl noch mit Vorsicht zu kalkulieren sein. Selbst wenn es hierfür 60% Städtebauforderung geben sollte.Nicht nur mit Freude, wurde die Zusage für die Schaffung einer Außenstelle der Hochschule Deggendorf in Viechtach aufgenommen. Jetzt, nachdem man dass für diesen Zweck eigentlich vorgesehene ehemalige Medent-Gebäude, für 600.000,-€ zum Asylheim umgebaut hat, kommt nun diese Zusage. Will die Stadt Viechtach dieses Angebot annehmen, muss sie der Hochschule über 2.000 qm Bürofläche frei von Miete und Nebenkosten für 5 Jahre zur Verfügung zu stellen. Ob es sinnvoll ist, diese Räumlichkeiten im neuen Gebäude auf dem Stenzer-Areal anzumieten, muss wohl erst die Kalkulation zeigen.

 

Zusschuss von 7 Mio. Euro

Städtebaulich dürfte es wohl nicht die beste Lösung sein, so SPD-Ortsvorsitzender Manfred Augustin. Das Land Bayern hat einen Zuschuss von 7 Mio.€ für die Finanzierung des Lehrbetriebes für die nächsten 5 Jahre zugesichert und nicht für die Stadt, konkretisiert Gerhard Bruckner. Gefordert sind auch die großen Betriebe unserer örtlichen Region, z.B. Linhardt und REHAU, Forschungsaufträge in Auftrag zu geben, damit der Betrieb finanziert werden kann.

 

Industrie 4.0

Industrie 4.0 lautet der Forschungsschwerpunkt an dem die Studenten hier in Viechtach arbeiten sollen. Dahinter verbirgt sich die weitgehenste Automatisation der Fertigung durch Roboter ohne der Mithilfe von Arbeitnehmern. Für die SPD-Viechtach und Gerhard Bruckner ein sehr fragwürdiges Forschungsziel, ausgerechnet hier an einem Standort, der so sehr auf diese Arbeitsplätze angewiesen ist. Vielmehr hätte man das Forschungsziel „big data“ für Viechtach gehabt, welches vom ehemaligen Bürgermeister Georg Bruckner vorgeschlagen wurde. Den Zuschlag hierfür hat dann aber leider Grafenau bekommen.

Veröffentlicht am 09.06.2017

 

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